Dienstag, 15. August 2017

Prominente CDUler werben für Schwarz-Grün im Bund – kommt der totale Gender Staat?

Daniel Günther. Pressefoto CDU S-H. Copyright Sönke Ehlers
Der gesellschaftspolitisch linke Flügel in der CDU wirbt sechs Wochen vor der Bundestagswahl stark für eine Koalition mit den Grünen auf Bundesebene.

Daniel Günther, Ministerpräsident Schleswig-Holsteins und Jens Spahn äußerten sich in diesem Sinne in einem Interview für die „Rheinische Post“.

Insbesondere Daniel Günther lobt seine Jamaika Koalition (zusammen mit FDP und Grünen) in den höchsten Tönen: „Jamaika ist in der Verbindung von Ökologie und Ökonomie ein spannendes Zukunftsprojekt“.

Über Günthers Sympathien für die Grünen kann man sich nicht wundern. Was Gender bzw. „Queere Bildung“ (das ist tatsächlich der offizielle Name in Schleswig-Holstein) hat der CDU Chef die Vorgängerregierung unter Führung von Torsten Albig (SPD) weit links überholt: Albig hatte die Mittel für die „Queere Bildung“ verzehnfacht, Günther weitet diese Förderung noch weiter aus.

Gleich nach seinem Wahlsieg im Mai 2017 erklärte Günther, er wolle sich für die Öffnung des Ehegesetzes für homosexuelle Paare einsetzen. Damals war die offizielle Linie der CDU gegen die sog. Homo-Ehe.

Der Koalitionsvertrag der Regierungsparteien Schleswig-Holsteins hat folgendes zur LSBTIQ-Schulerziehung beschlossen: „Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt soll im Unterricht an geeigneten Stellen altersgerecht thematisiert werden, um Wissen zu vermitteln aber auch um Vorurteile und Stereotypen abzubauen. Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt wollen wir stärker in der Fort- und Ausbildung für Lehrkräfte verankern. . . . Neben der finanziellen Förderung von queeren Projekten im ganzen Land aus dem Aktionsplan [für Akzeptanz vielfältiger sexueller Identitäten] wollen wir queere Einrichtungen, wie Haki e.V. oder das „Schlau Projekt“, durch fünfjährige institutionelle Förderung finanziell stärken und absichern.

Jens Spahn setzt sich innerhalb der CDU für Homo-Privilegien ein. Bei der Abstimmung über die Öffnung des Ehegesetzes für gleichgeschlechtliche Paare gehörte er zur Minderheit innerhalb der CDU, die mit Ja gestimmt hat.

Dass sich CDU-Prominente für eine Koalition mit den Grünen auf Bundesebene einsetzen, ist alarmierend.

Die Liste der Angriffe der Grünen auf die Ehe, die Familie, die Kinder und auf die christlichen Wurzeln unseres Landes ist lang:

•    In den Schulen und Kindergärten will diese Partei die Gender-Ideologie und die Erziehung zur „Sexuellen Vielfalt“ einführen.
•    „Bündnis 90/Die Grünen“ befürworten eine Schulerziehung, in der Kinder schon ab dem ersten Grundschuljahr mit sexuellen Inhalten – inklusive Homo- und Transsexualität – konfrontiert werden.
•    Die Grünen sind der Ansicht, Transvestiten sollten Kindern Homosexualität erläutern. Die Begründung: „Es geht darum, Kindern zu zeigen, dass auch Männer Männer lieben können und Frauen Frauen - und dass davon die Welt nicht untergeht“ (Quelle „Welt“ vom 16. November 2016).

Mit solchen Forderungen zeigen „Bündnis 90/Die Grünen“, dass sie eine wahrhaft radikale Partei sind, die rücksichtslos die Durchsetzung ihrer Ideologie vorantreibt.

In allen Bundesländern, wo die Grünen mitregieren, ist man dabei, einen radikalen Gender-Durchmarsch zu führen:

In Hamburg sieht der „Aktionsplan des Senats der Freien und Hansestadt Hamburg für Akzeptanz geschlechtlicher und sexueller Vielfalt“ die systematische Anwendung der Gender-Ideologie in den Kitas(!) vor. So wurde beispielsweise im Kapitel „Kindertagesbetreuung“ festgelegt, dass „auch Fragestellungen der geschlechtlichen Identitäten und sexuellen Orientierung dort Berücksichtigung finden sollen.“

Um das zu gewährleisten, sollen die Fachkräfte der Kindertagesbetreuung besonders geschult werden.

Der absolute Gau, was Gender-Indoktrination betrifft, ist Hessen, wo eine Koalition aus CDU und Grünen regiert. Die Grünen haben es in Hessen geschafft, komplett ihre Gender-Agenda der CDU aufzudrücken: Ab der ersten Klasse in der Grundschule sollen die Kinder lernen, was Homosexualität, Transsexualität, Patchwork-Familien etc. sind. Gender ist laut den neuen „Richtlinien zur Sexualerziehung“ sogar eine „Querschnittsaufgabe“, soll also in allen Fächern und in allen Altersstufen behandelt werden. Ausdrücklich wird im Hessischen Lehrplan die „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ gefordert.

Die christliche Basis Deutschlands kann sich auf keinen Fall mit diesem Wahnsinn abfinden.

Deshalb bitte ich Sie, an unserer Aktion „Keine Koalition mit den Grünen teilzunehmen“ http://www.aktion-kig.de/kampagne/appell_koalition.html

Unterstützen Sie bitte die Aktion „Kinder in Gefahr“. Sie helfen uns die Öffentlichkeit über diesen Angriff auf unsere Kinder aufmerksam zu machen mit Ihrem "Like" unserer Facebook-Seite: https://www.facebook.com/aktionkig/ Danke!

Montag, 14. August 2017

Heute beginnt der Gender-Unterricht in Hessen

Heute beginnt das neue Schuljahr in Hessen und damit fängt das entscheidende Jahr zur Durchsetzung des Gender-Lehrplanes für dieses Bundesland an.

Zur Erinnerung:

Kultusminister Ralph Alexander Lorz (CDU) beschloss unter dem Druck von „Bündnis 90/Die Grünen“ einen „Lehrplan zur Sexualerziehung“, der für Kinder ab sechs Jahren (!) fächerübergreifend und verbindlich Gender sowie „Akzeptanz sexueller Vielfalt und Geschlechteridentitäten“ vorsieht.

Was man den Kindern zumuten will, bringt einen zur Weißglut:
•    In der Altersgruppe von 6 - 10 Jahren ist das Thema „unterschiedliche Familiensituationen“ (z.B. Patchworkfamilien und gleichgeschlechtliche Partnerschaften)“ verbindlich vorgeschrieben!
•    „Unterschiedliche sexuelle Orientierungen und geschlechtliche Identitäten (Hetero-, Bi-, Homo- und Transsexualität)“ sind verbindliche Themen für die 10- bis 12-jährigen Schüler.
•    Die 13- bis 16-Jährigen erhalten „Aufklärung über sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität“.
•    Für die ältesten Schüler gibt es schließlich die Kurse „Geschlechtsspezifisches Rollenverhalten - Wandel der Rollenverständnisse in Abhängigkeit von Kultur und Alter“ und „Aufklärung über sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität“.

Das Ziel dieses Wahnsinns: Die Forderung nach „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ von den Schülern!

Der Gender-Lehrplan vom CDU-Kultusminister ist eine brutale Demonstration der innehabenden politischen Macht, ohne Rücksicht auf die Meinungen dazu in der Gesellschaft.

Diesen Wahnsinn hat damals CDU-Kultusminister Lorz nämlich gegen den ausdrücklichen Willen des Landeselternbeirats und der katholischen Kirche auf den Weg gebracht.

Seit Veröffentlichung des unseligen Erlasses hören die Proteste gegen den Gender-Lehrplan von Kultusminister Lorz nicht auf.

Und dieser Protest muss noch viel stärker werden, damit endlich diese Gefahr von unseren Kindern gebannt wird.

Deshalb unser mehrfacher Appel:

An die Lehrer: Ignorieren Sie bitte die „Neuen Richtlinien zur Sexualerziehung“.
An die Eltern: seid wachsam und kontrolliert, was man Euren Kindern ab dem ersten Jahr in der Grundschule lehrt und organisiert Proteste vor Ort.
An die CDU-Mitglieder und an die CDU-Basis: Fassen Sie Mut stehen Sie auf und protestieren Sie gegen diesen grünen gesellschaftspolitischen Wahnsinn an unseren Schulen.

An alle Bürger Deutschlands: Helfen Sie uns bitte den Protest gegen Gender in den Schulen zu verstärken, indem Sie unsere Petition mit Ihrer Unterschrift oder durch Verbreitung unterstützen: https://www.aktion-kig.de/kampagne/petition_hessen_2.html

Und schließlich an den Ministerpräsident Volker Bouffier: Ziehen sie diesen unseligen Gender-Lehrplan zurück!

Die Kräfte, die aus Deutschland ein Land ohne Wert und Prinzipien machen wollen, arbeiten hartnäckig daran, die Schulen zu Gender-Indoktrinationsstätten umzufunktionieren.

Deshalb stehen wir mit unserem Kampf gegen die Gender-Ideologie erst am Anfang.

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Freitag, 11. August 2017

Neuer Trend in der Homo-Szene: Tagelang Sex unter Drogen

Foto: Alfie↑↓© - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, Wikimedia Commons
Wenn man in der „Magdeburger Volkstimme“ den Artikel "Magdeburg in Regenbogenfarben“ vom 10. August 2017 liest, traut man zunächst seinen eigenen Augen nicht:

>„Chem-Sex“ – ein Trend in der Schwulenszene. „Die Männer treffen sich auf Partys, konsumieren jede Menge Drogen und haben tagelang mit verschiedenen Männern Sex, oft auch ohne Verhütung.“<

Zunächst meint, so was gäbe es nur in extrem seltenen Fällen. Doch nein! Wenn man dann nach dem Begriff „Chem Sex“ googelt, findet man eine Flut von unglaublichen Nachrichten:

„Aus London schwappt ein Trend in die Berliner Schwulenszene: tagelange Sex-Partys auf Crystal Meth.“ (Stern vom 4. März 2016)

Der Stern-Artikel geht ins Detail: „Seit drei, vier Jahren sind die privaten Chem-Sex-Partys mächtig angesagt bei Männern, die Sex mit Männern haben. In Dating-Profilen taucht der Wunsch danach plötzlich immer uncodierter, offensiver auf. Wer auf Dating-Plattformen wie Grindr, Scruff oder Gayromeo signalisieren will, dass er für Crystal Meth zu haben ist, schreibt einfach ein großes T, wo es sonst nicht hingehört. "LongTime" heißt kristallklar: Ich will lange ficken und ich will es auf Crystal Meth. Wer sich oder anderen die Droge per Nadel in die Vene jagen will, schreibt "G2TP". Get to the point. Immer öfter liest man auch schlicht: "chem friendly".“

Der linkslastige Informationsportal Vice berichtete am 20. August 2015: „Männliche Londoner Prostituierte haben uns erzählt, wie beliebt GHB, Mephedron und Crystal Meth auf schwulen Sexpartys sind und wie Kunden von ihnen erwarten, diese Drogen zu nehmen.“

Und der Focus vom 4. März 2016: „Gefährliche Chem-Sex-Partys: Crystal-Meth-Konsum in der Berliner Schwulenszene nimmt zu.“

Wie ist es möglich, dass unsere Politiker noch nichts dagegen unternommen haben?

Mittwoch, 9. August 2017

Postkommunistische „Junge Welt“ berichtet über Nazi-Sympathien für Homo-Bewegung

Screenshot des Berichtes in der "Jungen Welt"
Das ehemalige "Zentralorgan der Freien deutschen Jugend", die Tageszeitung „Junge Welt“, die sich selbst als marxistisch bezeichnet, berichtet in ihrer Ausgabe vom 9. August 2017 über die Sympathien von Nazis für die Homo-Bewegung.

So schreiben sie, dass die „Vorbilder und einstigen Anführer“ der NPD „sich einst exponiert für die Akzeptanz von Homosexualität aussprachen. Erinnert sei in diesem Zusammenhang an den wohl prominentesten schwulen Nazi, den langjährigen Chef der »Sturmabteilung« (SA) Ernst Julius Röhm. Dieser war der »Nacht der langen Messer« 1934 – einer Säuberungswelle der Nazis im eigenen Lager – zum Opfer gefallen und erschossen worden. Hitler nutzte maßgeblich die Homosexualität Röhms, um die Liquidierung seines einstigen »Kameraden« zu rechtfertigen. Schon in einer 1928 veröffentlichten Schrift hatte Röhm »bürgerlichen Moralvorstellungen« den Kampf angesagt. »Nichts ist verlogener als die sogenannte Moral der Gesellschaft. Ich stelle vorweg fest, dass ich nicht zu den Braven gehöre und nicht den Ehrgeiz habe, ihnen zugesellt zu werden«, schrieb der SA-Chef, dessen eigene sexuelle Vorlieben später in diversen Presseveröffentlichungen thematisiert wurden.“

Der Artikel trägt die Überschrift „Kühnens scheinheilige Erben“. Damit meint die „Junge Welt“ den Neonazi Michael Kühnen, der 1991 an den Folgen einer AIDS-Infektion starb.

Über ihn berichtet die „Junge Welt“: „Auch der am 25. April 1991 an den Folgen einer HIV-Infektion verstorbene Neonazi Michael Kühnen hatte sich 1986 in einer 70-seitigen Propagandaschrift zum Thema »Nationalsozialismus und Homosexualität« geäußert. In dem gleichnamigen Pamphlet bezeichnete Kühnen, der zu den engsten Weggefährten des späteren Gründers der Partei »Die Rechte«, Christian Worch, gehörte, Homosexualität als »natürliche, biologische Veranlagung«. Diese sei von der Natur dazu bestimmt, »einer kleinen Anzahl von Männern zu ermöglichen, sich völlig unbeeinflusst von persönlichen Interessen ganz der kulturellen Entwicklung und dem Dienst an der Gemeinschaft zu widmen«, schlussfolgerte er – ganz dem faschistischen Leitsatz »Du bist nichts, Dein Volk ist alles!« verpflichtet. Kühnen verwies zudem auf homosexuelle Handlungen im Tierreich und kritisierte Schwulenhass als »blödsinnig«.“

Auch der neonazistische „Kampfbund Deutscher Sozialisten« (KDS)“ sprach sich für Homosexualität aus, so die „Junge Welt“. Die Zeitung zitiert aus einem »Revolutionären Manifest« vom 30. Januar 2005: "»Dem Gebot der Rasseerhaltung« widerspreche Homosexualität »schon mal nicht, denn Bastarde werden nun mal keine gezeugt, wie es bei heterosexuellen Beziehungen und unter Berücksichtigung des großen Ausländeranteils in Deutschland, leider immer wieder zwangsläufig der Fall ist und auf unabsehbare Zeit noch sein wird«, schwadronierte er. Zudem sei die Forderung nach »›Ausmerzung‹ oder ›Vernichtung‹ der Homosexuellen die dämlichste überhaupt«
.“


Montag, 7. August 2017

Christentum und Gender sind komplett unvereinbar

Der Autor auf der "Demo für Alle" am 25. Juni 2017 in Wiesbaden
In den letzten Wochen hat die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) etliche Veranstaltungen des LSBTTIQ-Milieus unterstützt.

Hier einige Beispiele: Gabriele Arnold, die Stuttgarter Prälatin der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, hat die Schirmherrschaft des „Christopher Street Days“ (CSD) in Stuttgart übernommen. (Der CSD ist eine Art Polit-Parade der Homo-Lobby, in der sie ihre politischen Anliegen manifestiert. Zum Teil treten dort Personen halbnackt oder in grotesker Verkleidung auf). Zum CSD in Berlin, dem größten Deutschlands, sandte die EKD einen doppelstöckigen LKW. Superintendent Bertold Höcker trug um den Hals eine pinke Federboa. Ein Trompeter spielte fast nackt auf dem Wagen. Auf dem CSD trat die EKD mit einer 142 Quadratmeter großen Regenbogenfahne auf. Frankfurt liegt im Territorium der „Evangelischen Kirche Hessen-Nassau“, die seit vielen Jahren für Gender und Anliegen der LSBITIQ-Lobby eintritt. Auch in Oldenburg trat die Evangelische Kirche dieses Jahr zum ersten Mal auf.

Bekanntlich hat die Leitung der EKD jubiliert, als der Bundestag am 30. Juni 2017 das Ehegesetz für gleichgeschlechtliche Paare geöffnet hat.

Solche Vorkommnisse beschränken sich nicht nur auf die EKD. Auch schleichen sich Gender und die LSBTTIQ-Ideologie langsam in die katholische Kirche ein. So hat beispielsweise die Diözese Rottenburg-Stuttgart den CSD Freiburgs auf ihrer Facebook-Seite beworben. Laiengruppen, wie etwa der „Bund der deutschen katholischen Jugend (BDKJ)", treten seit Jahren für Gender ein und unterstützen die politischen Forderungen der Homo-Lobby. In anderen katholischen Milieus versuchen sog. Reformkatholiken, eine Art Gender-light populär zu machen, das aber auch die Kernthesen des Hardcore-Genders beinhaltet.

Viele Gläubige sind über die massive Zurschaustellung der Sympathien der EKD und mancher Reformkatholiken für die Anliegen der Homo-Lobby verärgert und sind deshalb irritiert und protestieren. Viele weitere sind verwirrt und fragen sich, ob sich das Christentum dieser neumodischen Ideologie der „sexuellen Vielfalt“ oder dem Genderismus öffnen soll.

Die einzige Antwort darauf ist ein klares NEIN! Christentum und Gender bzw. die Ideologie der „sexuellen Vielfalt“ sind inkompatibel und sogar diametral entgegengesetzt.

Hier sollen die wichtigsten Gründe dafür angegeben werden:

1. Gender geht von der Annahme aus, die Geschlechter seien soziale und kulturelle Konstruktionen. Auch die Vorstellung, es gebe nur Männer und Frauen, sei von der Gesellschaft vorgegeben. Entsprechend der Gender-Ideologie gibt es eine Vielzahl von sexuellen Orientierungen.

Gemäß der christlichen Schöpfungsordnung hat Gott Mann und Frau erschaffen und sonst nichts. Wenn ein Mann sich sexuell zu einem anderen Mann hingezogen fühlt, ist er nach wie vor ein Mann und gehört zu keiner der tausenden sexuellen Orientierungen an, die die Gender-Ideologen inzwischen erfunden haben.

Diese Polarität ist das Kernmerkmal der christlichen Anthropologie (Sicht bzw. Wissenschaft des Menschen), denn Gott hat den Menschen nach seinem Ebenbild erschaffen: Gott schuf also den Menschen als sein Abbild; als Abbild Gottes schuf er ihn. Als Mann und Frau schuf er sie.

Aufgrund dieser Tatsache ist der Mensch überhaupt fähig, eine [übernatürliche] Beziehung zu Gott zu pflegen und damit überhaupt eine Religion zu haben und zu praktizieren. Dies macht den Menschen wesenhaft anders als die anderen Geschöpfe Gottes.

Die Polarität Mann-Frau ist also auch ein Bild des Wesens Gottes. Wird diese Polarität also verneint, so wird nicht nur die christliche Anthropologie abgelehnt, sondern auch das christliche Gottesbild.

2. Die Gender-Ideologie besagt, dass der Mensch sich selbst seine Identität bzw. seine Persönlichkeit gibt. Das bedeutet, jemand kann der Auffassung sein, er sei 50 Prozent Frau und 50 Prozent Mann oder ein Mann kann der Auffassung sein, er sei eine Frau etc. Mit anderen Worten: Die Natur wird nicht als gegeben angesehen, sondern ist im Grunde eine menschliche Schöpfung.

Zur christlichen Grundhaltung gehört jedoch, dass der Einzelne sich Gottes Schöpfung unterwirft und diese annimmt, so wie sie Gott vorgibt. Diese Grundhaltung nennt man Demut. Sie ermöglicht dem Menschen, die Wahrheit und damit auch die Realität so anzunehmen, wie sie ist. Die gegenteilige Haltung ist der Hochmut, die den Menschen zur Auflehnung gegen Gottes Schöpfung verführt.

Im Falle von Gender haben wir es mit einem Hochmut zu tun, der den Menschen sogar dazu bringt, seine eigene Natur abzulehnen und darüber hinaus der Meinung zu sein, er könne sich seine eigene Natur entsprechend seiner Fantasie basteln.

Wer so denkt, ist unfähig, die christliche Botschaft anzunehmen. Sollte eine Person mit der Gender-Mentalität eine Religion annehmen, so würde er den Pantheismus wählen, also die Religion, die der Auffassung ist, die gesamte Schöpfung – inklusive des Menschen – sei eine Gottheit. In dieser ist das Sein in ständiger Bewegung.

Auf die menschliche Identität bzw. die menschliche Geschlechtlichkeit übertragen würde das bedeuten, dass der Mensch keine festgelegte Persönlichkeit ist, sondern sich ständig wandelt - inklusive seiner Sexualität.

Der christliche Gott ist aber ein persönlicher Gott, dem wir als Menschen und erschaffene Kreaturen gegenüberstehen. Von Gott wird der Mensch als Einzelner behandelt: Jeder Mensch ist eine einzigartige Schöpfung Gottes. Weil Gott uns erschaffen hat, gehören wir zu ihm und schulden ihm Gehorsam. Diesen Gehorsam zu praktizieren besteht in der Achtung des göttlichen Gesetzes, welches in den Zehn Geboten zusammengefasst ist.

3. Überflüssig zu sagen, dass für den Gender-Menschen die Befolgung der Zehn Gebote unnötig und sogar unmöglich ist.

Die ersten drei Gebote erläutern die Pflichten des Menschen gegenüber Gott, der ein persönlicher Gott ist. Sie ordnen sozusagen die Beziehung zwischen den Menschen zu Gott in einem Verhältnis von Person zu Person. Gender verneint schon die Existenz einer eindeutigen Person, die zudem nach Gottes Ebenbild erschaffen ist.

Ebenso sind die Gebote 6 und 9, die das Geschlechtsleben ordnen, für einen Gender-Menschen unmöglich zu befolgen bzw. sogar sinnlos. Diese Gebote besagen, dass praktizierte Geschlechtlichkeit nur einen Platz in der Ehe haben soll. Die Ehe aber hat für einen Gender-Menschen, der gar nicht an die Existenz von Mann und Frau glaubt, keine Bedeutung. Die Ehe ist für den Gender-Menschen auch eine beliebige soziale oder kulturelle Konstruktion, die der Mensch nach Gutdünken verändern kann, wie jüngst in Deutschland mit der Öffnung des Ehegesetzes für gleichgeschlechtliche Paare geschehen.

Auch das 8. Gebot können Gender-Menschen nicht befolgen (Du sollst nicht falsch gegen deinen Nächsten aussagen), denn die Gender-Ideologie hat eine Unwahrheit (Mann und Frau gibt es nicht, es existiert eine „sexuelle Vielfalt“) als Grundlage und ist damit eine komplette Lüge.

Fazit: Die Gender-Ideologie leugnet die grundlegenden Wahrheiten des Christentums und kann deshalb nur existieren, wenn sie das Christentum bekämpft. Christentum und Gender-Ideologie stehen in unversöhnlicher Feindschaft gegeneinander.


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Samstag, 5. August 2017

Aussagen von Gender-Professorin zeigen Radikalität und Fanatismus der Gender-Revolution

Die Gender-Revolution ist radikal und fanatisch
Gender-Ideologen werfen nicht selten Gender-Kritikern vor, sie würden übertreiben. Die Gender-Ideologie würde nämlich gar nicht behaupten, die Geschlechter seien reine kulturelle und soziale Konstruktionen, sondern es ginge um Gleichberechtigung und Verständnis für andere Lebensweisen.

Das stimmt aber nicht: Gender ist eine Weltanschauung bzw. eine Ideologie, die eine völlig neue und antichristliche Anthropologie durchsetzen will. In der Tradition des Neomarxismus vertritt Gender die Auffassung, der Mensch sei eine Kreation der Gesellschaft bzw. der kapitalistischen Gesellschaft. Sie würde dem Einzelnen vorgeben, was er von sich selbst halten soll.

Das betrifft übrigens nicht nur die Geschlechtlichkeit, sondern alle Merkmale, die entscheidend für die Bildung der Persönlichkeit sind.

 Marxisten und Neomarxisten (die sog. 1968er) vertreten eine radikale Milieutheorie, wonach der Mensch keine Individualität besitzt, sondern komplett von den sozialen Strukturen geprägt ist, in denen er lebt. Für Karl Marx ist dies der Ursprung der Entfremdung. Diese kann nur durch die Zerstörung der Strukturen, die den Einzelnen eingrenzen erreicht werden. Was für Karl Marx der Klassenkampf zur Überwindung des Privateigentums über die Produktionsmittel war, ist für die Gender-Ideologen der Kulturkampf gegen die Natur (die sie als Biologismus bezeichnen).

Weil beide Kämpfe sich gegen die natürliche Ordnung der Dinge richten, können sie eine neue Ordnung nur über die Errichtung einer Diktatur und der Ausschaltung der Freiheit erreichen.

Ein Interview der Wochenzeitung „Zeit“ mit der Professorin für Gender-Studies, Frau Lann Hornscheidt, zeigt deutlich, wie radikal die Gender-Ideologie ist.

Wir zitieren die markantesten Aussagen

Lann Hornscheidt: Ich verstehe mich nicht als weiblich oder männlich, und die Konsequenz daraus ist, dass ich auch keine Ansprache haben möchte, die mich als eines von beidem herstellt. Das ist eine Entscheidung, die ich für mich getroffen habe.

Kommentar: Sie akzeptiert nicht, dass der Mensch mit einer bestimmten Natur auf die Welt kommt. Sie will sich im Grunde ihre eigene Realität entsprechend ihrer Phantasie „machen“ und strebt auch an, dass ihre Mitmenschen sich entsprechend dieser Phantasien verhalten. Weil Menschen sich in der Regele nicht den Phantasien andere fügen wollen, müssen die Gender-Ideologen Wege finden, um ihre absurden Vorstellungen der Gesellschaft aufzuzwingen: Per Gesetze, über das Schulsystem, per Verordnungen supranationaler Organisationen.

Lann Hornscheidt: Wir nehmen in dieser Gesellschaft selbstverständlich an, dass es zwei Geschlechter gibt, sodass eine Infragestellung dessen höchst irritierend ist. Wir werden von Geburt an so orientiert, lernen das im Kindergarten und in der Schule, und wenn alles gut läuft, identifizieren wir uns damit, sind auch zufrieden und versuchen, die Rolle auszufüllen.

Kommentar: Prof. Hornscheidt behauptet, dass der Mensch von Geburt an einer Gehirnwäsche unterzogen wird. Diese angebliche „Gehirnwäsche“ soll nach dem Wunsch der Gender-Ideologen in KITAS und Schulen rückgängig gemacht werden – gegen den Willen der Eltern natürlich. Das Ziel der Gender-Lehrpläne in Hessen, Bayern, Baden-Württemberg, Berlin etc. soll genau diesen Zweck erfüllen: Die Gender-Indoktrination der Kinder, also die Auslöschung in der kindlichen Weltanschauung des natürlichen Empfindens der Realität und im Grunde eine Aufstachelung der Kinder gegen die Ehe. In gewisser Weise ist Gender ein Klassenkampf der Kinder (von Gender-Ideologen angetrieben) gegen die Eltern, die noch an der Existenz einer Natur „glauben“.

ZEIT Wissen: Geschlecht ist für Sie nichts als eine soziale Kategorie? Hornscheidt: Es ist eine Erfindung von Sexismus. Bei Rasse würden alle sagen: Die Rasseneinteilung gibt es nur, weil es Rassismus gibt. Keine Person sagt das bei Frauen und Männern, aber diese Unterteilung gibt es auch nur, weil es Sexismus gibt. Dasselbe gilt für Trans. Ich bin ja nicht authentisch Trans, sondern Trans ist in einer Gesellschaft, die die soziale Kategorie Geschlecht so wichtig setzt, eine der wenigen Möglichkeiten jenseits von Weiblichkeit und Männlichkeit.

Kommentar: Hier versucht Hornscheidt der Gender-Revolution eine moralische Rechtfertigung zu geben und warum sie politisch aktiv sein muss: Die Vorstellung, es gäbe nur Männer und Frauen, ist nichts als eine soziale Konstruktion mit einer politischen Zielsetzung (den Kapitalismus aufrecht zu halten, siehe unten). Mit diesem Postulat verlässt Hornscheidt den rein psychologischen und subjektiven Bereich und geht ins Politische über und liefert die Rechtfertigung für den oben beschriebenen Kampf, um die Mentalitäten der Kinder im Sinne der Gender-Ideologie zu prägen. Dieser Kampf richtet sich notwendigerweise gegen die [menschliche] Natur, gegen die Eltern und gegen das Christentum. Papst Benedikt XVI. bezeichnete Gender als eine anthropologische Revolution, also eine Auflehnung gegen die eigene Natur um sie durch ein Phantasiegebilde zu ersetzen.

Dass eine solche Revolution in eine schlimme Diktatur münden kann, die sogar die Psychologie dominieren will, falls sie vorher nicht gestoppt wird, liegt auf der Hand.

Lann Hornscheidt: Es ist eine Frage der Zeit, bis wir bei der Geburt kein Geschlecht mehr zugewiesen bekommen."

Kommentar: Damit legt sie klar das Ziel der Gender-Revolution fest. Diese Aussage ist dermaßen radikal und fanatisch, dass sie einen Aufschrei auslösen müsste. Doch die Gender-Revolution hat offenbar machtvolle Alliierte.

ZEIT Wissen: Geschlechtlichkeit hat aber doch auch etwas mit Begehren und Sex zu tun. Hornscheidt: Sexualität, Körperlichkeit und Gefühle sind für uns etwas ganz Ursprüngliches: Ich fühle mich so, und dann muss es auch so sein. Ich liebe nun mal Frauen, oder Männer, also gibt es die auch. Wir glauben, es gibt ein natürliches Empfinden. Aber in einer konstruktivistischen Denkweise gibt es das nicht. Es ist spannend, darüber nachzudenken, was wir glauben, was Lieben ist. Welche Anteile davon vielleicht gesellschaftlich gewollt und konstruiert sind.

Kommentar: In dieser Aussage wird das Utopische der Gender-Ideologie deutlich. Von Anbeginn fühlen sich Menschen zum anderen Geschlecht hingezogen. Dies zu leugnen erfordert einen fanatischen Glauben an die eigenen Fantasievorstellungen. Wer so denkt, erhebt sich selbst zu einem Götzen der über die Realität bestimmt.

Lann Hornscheidt: Die kapitalistische Logik ist Abhängigkeit und der Glaube, dass das, was gut ist, was uns fühlen lässt, von außen kommt.

Kommentar: Hier wird der eigentliche Feind namentlich genannt: Der Kapitalismus. Dieser soll die Normen vorgeben, nach denen wir uns unsere Weltanschauung basteln, inklusive die eigene Geschlechtlichkeit. Dieses ist einer der Kerngedanken der Frankfurter Schule und damit der sog. 1968er-Revolution. Diese Sicht der Dinge übernahmen Herbert Marcuse und die weiteren Denker der 1968er vom Marxismus, den sie um die Psychoanalyse Sigmund Freunds erweiterten. Aus diesem Grund werden sie als Neomarxisten bezeichnet. Der Klassenkampf wird nicht mehr durchgeführt, um das Eigentum an den Produktionsgütern zu kollektivieren, sondern um die Kultur umzustürzen.

ZEIT Wissen: Was halten Sie von der Idee der Zweierbeziehung? Ein Auslaufmodell? Hornscheidt: Sie ist auf jeden Fall ein großer kapitalistischer Markt.

Kommentar: Hier übernimmt Hornscheidt Vorstellungen vom Kommunisten Wilhelm Reich und der Frankfurter Schule: Die Zweierbeziehung, insbesondere die Ehe, ist lediglich da, um das bürgerlich-kapitalistische Produktionssystem aufrecht zu halten.

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Sonntag, 23. Juli 2017

SPD will den totalen Gender-Staat

Martin Schulz. Foto: Sabine Engels (Pressefoto martinschulz.eu)
Der Leitantrag zum SPD-Regierungsprogramm, der am 22. Mai im SPD-Parteivorstand einstimmig verabschiedet wurde, ist nichts anderes als eine Agenda, um aus Deutschland einen totalen Gender-Staat zu machen.

Bildung: Die SPD will die Schulen mit Lern- und Lehrmaterial ausstatten, „das die Lebensrealität und die Vielfalt von Lebensmodellen altersgerecht abbildet.“

Die SPD strebt eine Grundgesetzänderung, um LSBT-Gruppen ausdrücklich in § 3 berücksichtigen.

Schamlose Klientelpolitik: Die SPD will Initiativen von Homo-, Bi-, Inter- und Transgruppen großzügig finanziell unterstützen.

Trans- und intergeschlechtliche Menschen sollen laut SPD medizinisch, gesundheitlich, sozial und rechtlich privilegiert behandelt werden. „Heterosexuelle“ sollen weiterhin die üblichen staatlichen Dienstleistungen erhalten.

Verbände von LSBT-Gruppen sollen in den Genuss des Verbandsklagerechts geraten. Dadurch könnten sie die Justiz als Aktivismus-Instrument missbrauchen und versuchen, alle Kritiker mundtot zu machen.

Der SPD-Vorstand will die Antidiskriminierungsstelle des Bundes stärken. Diese Behörde ist nichts anderes als eine Propaganda-Agentur für Gender. Es ist ein Skandal, dass der Staat schamlos seine Neutralitätspflicht verletzt.

Deutschland soll Gender via Entwicklungspolitik in die ganze Welt ausbreiten und finanziell fördern. Wer nicht Homo-Privilegien, einführt, soll in der Entwicklungshilfe benachteiligt werden.

Selbst Sport soll als Plattform der Durchsetzung der Gender-Ideologie missbraucht werden, denn die Sozialdemokraten wollen Projekte, die „Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie etwas entgegensetzen“ großzügig unterstützen. 


In den letzten Wochen haben diverse SPD-Bundesminister in schamloser Weise ihre Ämter missbraucht, um sich der Öffentlichkeit als LSBTIQ-Aktivisten zu präsentieren: Sigmar Gabriel, Heiko Maas und Katharina Barley. Die Politik in Deutschland verkommt auf diese Weise zunehmend zur Klientelpolitik.

Es wird völlig klar: Der deutsche Staat soll im Dienst der absurden Gender-Doktrin gestellt werden. Im Inneren wie in der Außenpolitik. 

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Dienstag, 18. Juli 2017

Kardinal Marx unterschätzt negative Wirkungen der „Ehe für alle“

Kardinal Reinhard Marx. Foto: Ordinariat München-Freising
Auf die Frage des Münchner Merkur, was für ihn einen „Dammbruch“ darstelle, antwortete Kardinal Reinhard Marx, Erzbischof von München-Freising, folgendermaßen: „Bei dem jetzigen Gesetz geht es um die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare und nicht für Verwandte oder drei, vier Personen. Ich verstehe diese Sorgen, aber man sollte nicht gleich einen Dammbruch heraufbeschwören.

Auf die Frage, ob ihm Sorge bereite, dass 75 Abgeordnete der Union mit „Ja“ zur „Ehe für alle“ gestimmt hätten, antwortete Kardinal Marx: „Die Christlichkeit alleine an dieser Abstimmung festzumachen, halte ich für verkehrt. Das eine ist: was ist die christliche Überzeugung? Das andere: Kann und darf ich alle christlichen Moralvorstellungen in staatliche Gesetze überführen? Wer nicht begreift, dass das eine nicht automatisch zum anderen führen muss, hat das Wesen einer modernen Gesellschaft nicht begriffen.“

Beide Antworten lassen die Vermutung zu, dass Kardinal Marx, Vorsitzender der deutschen Bischofskonferenz, die Bedeutung der Öffnung des Ehegesetzes für gleichgeschlechtliche Paare unterschätz und zudem unberücksichtigt lässt, dass die komplette Gleichstellung der "Homo-Ehe" mit der wirklichen Ehe keineswegs allein "christlichen Moralvorstellungen" widerspricht, sondern auch der Vernunft und dem staatlichen Interesse.

Die Hauptgründe:

Erstens: Beim Aufbau der Bundesrepublik nach dem Zweiten Weltkrieg diente das Christentum stark als Leitbild. Obwohl Deutschland in der Welt nicht als ein besonderes frommes Land gilt, sind die Institutionen und die Gesetzesordnung stark vom christlichen Menschenbild geprägt. Diese Tatsache spiegelt sich auch in den Erwartungen der Menschen wieder: Obwohl die religiöse Praxis in Deutschland seit den 1950er Jahren stets gesunken ist, so ist die Erwartung, dass die Politik von christlichen Werten und Prinzipien geprägt sein soll, immer noch sehr hoch. Ca. 50 Prozent der Deutschen wünschen sich das, so eine Studie des Allensbacher Institut für Demoskopie aus dem Jahr 2012.

Die „Ehe für alle“ ist ein direkter Angriff eben auf diese Durchdringung des Staates und der Gesellschaft durch das Christentum. Korrekterweise kommentierte die linkslastige „Frankfurter Rundschau“, mit der „Ehe für alle“ sei Deutschland säkularer geworden.

Diese Tatsache ist für das Christentum in Deutschland von sehr großer Bedeutung, denn primär über die Ehe-Institution prägt das Christentum das Zusammenleben eines Volkes. Wer die Deutungshoheit über die Ehe hat, hat weitgehend die Deutungshoheit darüber, wie sich ein Volk organisiert. Durch die „Ehe für alle“ wird in erschütternder Weise dokumentiert, dass das Christentum diese Deutungshoheit bezüglich der Ehe weitgehend abgegeben hat und nicht einmal die Kraft besitzt, ihre eigene Basis zu überzeugen.

Diese Situation sollte bei Kardinal Marx alle Alarmglocken läuten lassen.

Zweitens: Die Einführung der „Ehe für alle“ geschah im Rahmen einer Revolution der Kultur. Diese Revolution strebt seit Jahrzehnten (Stichwort 1968er) die Zerstörung der christlichen Wurzeln Deutschlands an. Diese sollen durch die Maxime der 1968er-Revolution ersetzt werden. Was die Ehe betrifft, so ist ihr ideologischer Hauptfeind die sog. „sexuelle Revolution“: Wilde Ehen, Ehen für Homosexuelle, Verachtung der christlichen Sexualmoral, Gender usw.

Es ist absolut notwendig, die Einführung der „Ehe für alle“ in diesem Rahmen zu sehen, ansonsten kann man die ideologische Tragweite nicht ermessen.

Kardinal Marx und die gesamte katholische Kirche müssen diesen kulturellen Angriff sehr ernst nehmen, denn die Kultur ist ein äußerst wichtiger Träger der Werte des Evangeliums für die Gesellschaft.

Wenn die Kultur zunehmend nach antichristlichen Kriterien geformt wird, so kann die Kirche immer schwieriger ihren Auftrag erfüllen.

Dies ist in Deutschland besonders wichtig, denn hierzulande strebt man ein einigermaßen harmonisches Zusammenleben an (was in den letzten Jahrzehnten der Kirche eher geschadet hat, aber dieser Aspekt würde hier zu weit gehen).

Drittens: Es gibt eine moraltheologische Seite des Sachverhalts, die aber auch eine wichtige psychologische Dimension besitzt: Mit der „Ehe für alle“ verabschiedet man sich endgültig von der Vorstellung, Ehe und Fortpflanzung hätten etwas miteinander zu tun.

Dass diese Verbindung zwischen Ehe und Fortpflanzung in den letzten Jahrzehnten stark abgeschwächt wurde, kann nicht geleugnet werden. Bewusst oder unbewusst waren viele aber der Auffassung, dass der ideale Ort für die Fortpflanzung eben die Ehe ist. Ob das nun so in der Praxis realisiert wird, ist eine andere Frage. Doch das Ideal stand aufrecht.

Die „Ehe für alle“ zerstört dieses Ideal. Das Christentum kann sich aber auf keinen Fall damit abfinden, denn es würde sich selbst verleugnen.

Was ist zu tun: Kardinal Marx und alle sonstigen Bischöfe kommen nicht umhin Strategien zu entwickeln, um die Deutungshoheit über die Ehe wieder zu gewinnen. Dass dies nicht einfach ist, ist offensichtlich. Es ist im Grunde eine Mammutaufgabe, die etliche Generationen in Anspruch nehmen wird.

Ist die Kirche dazu in der Lage? Will sie das überhaupt?

Die Kirche kann nicht die Deutungshoheit über den Ehebegriff zurückerobern, wenn sie nicht offensiv die katholische Sexualmoral verkündet. Denn erst diese macht die Ehe verständlich. Erst die Sexualethik macht deutlich, dass die Ehe nicht irgendeine zufällig zusammengewürfelte Partnerschaft ist.

Nach 50 Jahren „sexueller Revolution“ ist diese Aufgabe alles andere als einfach. Doch sie ist unvermeidlich, soll das Christentum in Deutschland eine Zukunft haben. In weiten Teilen der Gesellschaft muss man im Grunde bei Null anfangen.

Es wäre aber nicht das erste Mal, dass eine solche Missionsarbeit geleistet werden muss. Bitten wir den allmächtigen Gott, dass Er hierfür Missionare, Prediger und Katecheten herbeiruft.

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Montag, 17. Juli 2017

SPD-geführte Bundesministerien machen sich zu LSBTIQ-Aktivisten

Sigmar Gabriel. Foto: Auswärtiges Amt
Deutschland auf dem Weg zum Gender-Staat: Obwohl die Beflaggungsvorschriften öffentlicher Gebäude es ausdrücklich verbietet, haben Bundesumweltministerin Barbara Hendricks und Bundesaußenminister Sigmar Gabriel die Fahne der LSBTIQ-Bewegung – die Regenbogenfahne - vor ihren Ministeriumsgebäuden gehisst.

Bundesfamilienministerin Katarina Barley wird sich auch über das Verbot hinwegsetzen und am 18. Juli die Regenbogenfahne hissen. Das Ministerium hat sogar die Presse dazu eingeladen.

Auf diese Weise wollen die beiden SPD-Bundesminister ihre Identifikation mit den politischen Zielen der Homo-Bewegung signalisieren. Die Maßnahme geschieht unter ausdrücklicher Missachtung des Bundesinnenministeriums. Erst im Mai dieses Jahres hatte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) klarstellen lassen, dass an Dienstgebäuden des Bundes keine Fahnen wehen dürften, die keine hoheitlichen Staatssymbole seien.

Die demagogische Maßnahme der beiden SPD-Minister verstößt nicht nur gegen die Beflaggungsvorschriften des Bundes, sondern auch gegen die Grundregeln des Rechtsstaates: Es ist widersinnig, dass ein Bundesminister, also ein Mitglied der exekutiven Gewalt, so offen und dezidiert für die politischen Ansichten einer bestimmten politischen Gruppierung Stellung bezieht und dazu noch sein eigenes Ministerium verwendet, als ob es sein Privatbesitz wäre.

Der Staat ist zur Neutralität verpflichtet. Ein Kabinettsmitglied, das systematisch gegen diese Neutralität verstößt, ist für das Amt nicht geeignet. Offensichtlich hat eine solche Person ihre öffentliche Funktion und die mit ihr verbundenen Verantwortungen nicht verinnerlicht.

Konkreter Anlass für die Beflaggung mit der Regenbogenfahne ist der gerade stattfindende „Christopher Street Day“ in Berlin, eine Art Polit-Parade, anhand welcher die Homo-Lobby ihre politischen Forderungen in der Öffentlichkeit artikuliert.

Nun, solche Art Veranstaltungen finden in der Bundeshauptstadt täglich statt. Es lässt sich nicht begründen, wieso der Staat Propaganda für bestimmte Lobbygruppen unternimmt und für andere nicht.

Das ist den drei SPD-Ministern egal. Denn die SPD hat deutlich gemacht, dass sie den totalen Gender-Staat will. 

Das ist der Grund, wieso die Beflaggungsvorschriften die Beflaggung mit nichthoheitlichen Flaggen verbietet.

Das Verhalten Gabriels und Hendricks zeigt ein gestörtes Verhältnis zum freiheitlichen Rechtsstaat. Die Grundidee des Rechtsstaates ist, dass alle Menschen dieselben Rechte besitzen, auch im politischen Leben. Die SPD-Bundesminister privilegiert aber bestimmte Gruppen und scheinen gar nicht zu begreifen, dass sie damit die Neutralität des Staates verletzen und damit zur Bildung eines weltanschaulichen Staates beiträgt.

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Mittwoch, 12. Juli 2017

Die Homo-Lobby: ein staatlich finanzierter Bluff

Ohne staatliches Geld würde sie nicht existieren: Die Homo-Lobby
Auf unsere Politiker ist stets Verlass: Wenn ihnen die Argumente ausgehen, meinen sie, man müsse eben die „gesellschaftlichen Realitäten“ akzeptieren.

Die absurdesten Gesetze werden hiermit begründet. Zurzeit sind das die Einführung von Gender in den Schulen und die Öffnung des Ehegesetzes für gleichgeschlechtliche Paare.

Dass hinter den angeblichen „gesellschaftlichen Realitäten“ blanker Lobbyismus und effiziente Medienkampagnen steckten, habe ich behauptet, seitdem das Thema homosexuelle Lebenspartnerschaft im Jahr 1998 auf die politische Agenda kam.

Wer Augen zum Sehen hatte, stellte schnell fest: Die Homo-Lobby vertritt eine winzig kleine Minderheit, ohne massive Unterstützung linker Medien und Politiker, hätte sie nichts zustande gebracht.

Inzwischen geben sie das selbst zu, jedenfalls die Zeitschrift „Siegessäule – das queere Onlinemagazin aus Berlin“ (Artikel „Die erpressbare Bewegung“ vom 24. Juni 2017).

Dort steht nämlich: „Die deutsche LSBTI-Bewegung ist ein Überbau ohne Basis, ein Standbein ohne Spielbein.“

Der Beweis ist genauso simpel wie einleuchtend: „Für uns als LSBTI-Bewegung als Ganzes bleibt festzustellen, wie grundsätzlich erpressbar wir sind. Unsere in den letzten 25 Jahren gewachsenen Strukturen, fast ausschließlich von staatlichen Stellen geförderte Vereine, Verbände, Institutionen sind auf Kooperation und Konsensfindung angelegt. Wenn die Gegenseite nicht mitspielt, bleibt uns nur Hilflosigkeit als Antwort. Es gibt keine LSBTI-Grassroots-Organisationen, die mobilisieren könnten, kein Community-Organising, keine mit den Mitteln des zivilen Ungehorsams, der direkten Aktion arbeitenden Gruppen, keine Finanzierungen jenseits von staatlichen Geldern und Förderanträgen, keine Kampagnenfähigkeit,“ so die Erklärung in der „Siegessäule“.

Kurz: Die angeblich mächtige „Homo-Lobby“ ist nichts anderes als ein seit Jahrzehnten subventionierter Bluff. Ohne Staatsknete, würde diese Lobby nicht existieren.

Selbst die Zweitschrift Queer, so was wie das Leitmedium der „Community“, schaffte es nicht, eine gedruckte Auflage aufrecht zu halten.

Eigentlich logisch: Eine eigene Basis besitzt diese nicht. Viele Homosexuellen wollen wohl auch gar nicht dazu gehören, zu grotesk sind die Auftritte auf den sog. „Christopher Street Days“.

Das Gerede von den „gesellschaftlichen Realitäten" ist also nichts als ein Vorwand, aus Deutschland ein Gender-Staat zu machen.

Die Funktion der subventionierten „Homo-Lobby“ ist lediglich, den Anschein zu bewahren und eine Kulisse zu bieten, damit Fernsehen und Zeitungen Fotos der nicht existierenden „gesellschaftlichen Realität“ machen und damit das Durchpeitschen von Gesetzen wie die „Homo-Ehe“ zu erreichen.

Kurz: Die „Homo-Lobby ist ein Propaganda-Mittel für linke Gesellschaftspolitik.


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Montag, 10. Juli 2017

Heiko Maas und die Homo-Ehe: Ersetzt der Zeitgeist die Verfassung?

Bundesjustizminister Heiko Maas. Pressefoto BMJV Foto: photothek / Thomas Köhler
Der Streit um die „Ehe für alle“ konzentriert sich zurzeit auf die Frage, ob dieses Gesetz zuvor eine Änderung des Grundgesetzes bedurfte.

Die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts zum Thema Ehe ging nämlich systematisch davon aus, dass eine Ehe aus einem Mann und einer Frau besteht. Gerade deshalb könne die sog. Lebenspartnerschaft nicht als eine Konkurrenz zur Ehe angesehen werden. Deshalb ist auch die verfassungsrechtliche Sonderstellung der Ehe gemäß § 6 GG gewahrt.

In seinem Urteil aus dem Jahr 2002 stellte Karlsruhe fest: „Zum Gehalt der Ehe, wie er sich ungeachtet des gesellschaftlichen Wandels und der damit einhergehenden Änderungen ihrer rechtlichen Gestaltung bewahrt und durch das Grundgesetz seine Prägung bekommen hat, gehört, dass sie die Vereinigung eines Mannes mit einer Frau zu einer auf Dauer angelegten Lebensgemeinschaft ist.“

Bundesjustizminister Heiko Maas, einer der rabiatesten Verfechter für die Öffnung des Ehegesetzes in der vergangenen Legislaturperiode 2013 – 2017 ist bekanntlich (und neuerdings) der Auffassung, eine Änderung des Grundgesetzes sei nicht notwendig. In einem Kommentar für die „Welt“ vom 7. Juli 2017 erklärte er: „Nirgendwo im Grundgesetz steht, dass nur Mann und Frau eine Ehe eingehen können. Es kommt allein auf das Begriffsverständnis von „Ehe“ an. Auch der Ehe-Begriff ist entwicklungsoffen. Weil er sich gewandelt hat und Ehe heute die dauerhafte Lebensgemeinschaft zweier Menschen beliebigen Geschlechts ist, brauchen wir keine Änderung des Grundgesetzes, damit gleichgeschlechtliche Paare in Zukunft heiraten können.“

Heiko Maas behauptet im Grunde, dass der Begriff „Ehe“ gar nicht eindeutig definiert ist und sich ständig verändert. Konsequenterweise müsste er fordern, dass der Bundestag ständig das Ehegesetz dem sich neu etablierenden Begriff von „Ehe“ anpassen müsste. Sollte nächstes Jahr beispielsweise das Volk der Auffassung sein, dass eine Ehe nur zwischen einem Mann und einer Frau geschlossen werden kann, so müsste der Bundestag das Gesetz vom 30. Juni rückgängig machen.

Die Argumentation von Heiko Maas kennt man auch aus einem anderen Bereich: Gender. Hier ist selbst die menschliche Natur in ständiger Veränderung. Der Einzelne ist ständig dabei, seine sexuelle Orientierung zu verändern. Mal ist er Mann, mal ist er Frau, mal ist er eine Mischung von beidem in unterschiedlichen Proportionen.

Wer so denkt, braucht gar keine Verfassung. Für ihn ist die Kultur oder besser gesagt, der Zeitgeist, die absolute Richtschnur für politisches und gesellschaftliches Leben.

Daraus ergeben sich zwei weitere Fragen:

1. Wer definiert, was die herrschende Kultur ist?

Die Zeitungen? Das Fernsehen? Die Kulturbranche? Die Demoskopen? Der „Volkswille“? Die wissenschaftliche Dialektik wie im Kommunismus?

Sei es wie es sei: Recht wird in dieser Welt von demjenigen definiert, der die Deutungshoheit über die Kultur besitzt. Kultureller Einfluss ersetzt geradezu das Recht. Wer gesellschaftlichen Einfluss besitzt, der definiert auch, was Recht ist. Er definiert also, was die Ehe ist, was Eigentum ist, was „Recht auf Leben“ ist etc.

2. Wie kann sich der einzelne Bürger gegenüber einem Kultur-Hegemon schützen?

Eigentlich gar nicht: Wird die Kultur (bzw. wer bestimmen kann, was die herrschende Kultur ist) zur Richtschnur für das Recht und für das politische Leben, verschwinden im Grunde die Grundrechte und die Rechtsgüter. Alles wird zur Manövriermasse des Kultur-Hegemons.

Ist das hier beschriebene übertrieben? Wer die Debatte um die sog. „Homo-Ehe“ begleitet hat, konnte sehen, mit welcher Aggressivität die Gegner behandelt wurden. Grünen-Chefin Katrin Göring-Eckardt verstieg sich sogar in der Behauptung, wer gegen die „Ehe für alle“ sei, sei ein A…loch“ - ähnliche Aussagen gab es zu Hauf. Dass man homophob sei, war noch das Mildeste.

Im Grunde ging es gar nicht um Argumente, sondern um die Vernichtung des Andersdenkenden – unter dem Vorwand der Bekämpfung von Diskriminierung! Man muss deshalb davon ausgehen, dass die politischen Auseinandersetzungen in Zukunft mit zunehmender Aggressivität geführt werden, denn es geht nicht mehr um die Suche nach der Wahrheit und was Rechtens ist, sondern um die brutale Durchsetzung der eigenen Sicht der Dinge. Egal, wie falsch diese sein kann.


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Die „Ehe für alle“ ist in mehrfacher Hinsicht ein Paradigmenwechsel in der Bundesrepublik

Die "Ehe für alle" trübt massiv die Perspektiven der Christen in Deutschland
Nachdem der Bundestag die Öffnung des Ehegesetzes für gleichgeschlechtliche Paare beschlossen hat, hat sich die öffentliche Diskussion auf die Frage fokussiert, ob hierzu eine Änderung des Grundgesetzes nötig sei oder nicht. Die Gegner der „Ehe für alle“ halten das Gesetz für verfassungswidrig, während die Befürworter der gegenteiligen Auffassung sind. Eine Änderung des Grundgesetzes - wofür eine zweidrittel Mehrheit notwendig wäre -, sei deshalb unnötig. Insbesondere Bundesjustizminister Heiko Maas argumentiert gegen die Verfassungsänderung.

Die Frage nach der Verfassungsmäßigkeit ist besonders aktuell, sie erschöpft allerdings nicht die Wirkung des höchst kontroversen Beschlusses des Bundestages.

In Wahrheit stellt die Einführung der „Ehe für alle“ einen tiefen Schnitt in der Geschichte der Bundesrepublik dar. Hier soll kurz skizziert werden, in welchen Bereichen die Wirkung der „Ehe für alle“ besonders groß ist:

Beziehung zwischen Kirche und Staat

Die katholische Kirche, die nicht gerade dafür bekannt ist, sich intensiv in politische Diskussionen einzumischen, hat diesmal recht deutlich Kritik an der „Ehe für alle“ geübt und vor der Abstimmung im Bundestag sogar alle Abgeordneten angeschrieben. Auch haben sich etliche Bischöfe dazu geäußert, darunter der Präsident der Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx.

Für die katholische Kirche ist die „Ehe für alle“ in der Tat völlig inakzeptabel. Eine Ehe kann für sie ausschließlich zwischen einem Mann und einer Frau geschlossen werden. Rückt sie von dieser Position ab, hört sie auf, katholisch zu sein.

Das gilt natürlich auch vor allem für die sog. „sakramentale Ehe“, also für die kirchliche Ehe. Aber auch die Zivilehe ist aus der Sicht der Kirche kein Bereich, das ihr egal ist.

In der Beziehung zwischen Kirche und Staat kann die Einführung der Ehe für alle“ weitgehende Konsequenzen haben. Denn die Tatsache, dass nun zwei völlig unterschiedliche Institutionen (die kirchliche und die zivile Ehe) denselben Namen tragen, kann schnell zu größeren Schwierigkeiten im Verhältnis zwischen Kirche und Staat führen. Es geht aber nicht nur um die Bezeichnung der beiden Institutionen, sondern auch um die rechtlichen Implikationen: Gleichgeschlechtliche Paare, die eine (Pseudo-)Ehe abschließen, unterstehen demselben Gesetz, wie Paare aus Mann und Frau.

Kirche und Staat sind in Deutschland eng verflochten, insbesondere was den gigantischen karitativen Bereich angeht, also den Sozialstaat. Die Kirchen sind in diesem Sektor wichtige Arbeitgeber, so dass rasch „Homo-Ehen“ zu einem innerkirchlichen Problem werden könnten.

Die Kirchen besitzen zwar etliche Sonderrechte, vor allem im Arbeitsrecht, so dass sie sich irgendwie vor den negativen gesellschaftlichen Entwicklungen schützen können. Doch der Druck, diese Rechte der Kirchen abzuschaffen, nimmt seit Jahren deutlich zu. Es ist deshalb davon auszugehen, dass auch die katholische Haltung hinsichtlich der Ehe immer heftiger angegriffen werden wird mit dem Ziel, die katholische Kirche zum Einknicken zu bewegen oder sie gesellschaftlich zu isolieren.

Aus diesem Grund muss die katholische Kirche schnell Brandmauern errichten, damit die Erosion des Ehebegriffes nicht auf sie übergreift. Doch das ist nicht ausreichend: Die katholische Kirche muss einen richtigen Missionsfeldzug organisieren, um die Deutungshoheit über den Ehebegriff zurück zu gewinnen.

Bedeutung des Christentums in Deutschland

Die linkslastige „Frankfurter Rundschau“ hat den Sieg der „Ehe für alle“ im Bundestag folgendermaßen kommentiert: „Deutschland wird durch sie ein wenig säkularer“.

Das ist eine glatte Untertreibung: Mit der „Homo-Ehe“ hat der Staat sich angemaßt, einen Begriff, der seit Jahrtausenden existiert, nach Gutdünken um zu definieren. Das ist nicht nur ein Akt der Willkür, es ist auch ein direkter Angriff auf die christlichen Wurzeln Deutschlands. Der Staat hat zudem einen historischen Moment für diesen Schritt gewählt, in welchem die Schwäche des Christentums in Deutschland besonders sichtlich wird: Sämtliche Statistiken zeigen ein desolates Bild, was die Dynamik und Wirkkraft des Christentums hierzulande anbelangt.

Die Symbolkraft der Entscheidung des Bundestages kann deshalb kaum überschätzt werden.

Und es wird nicht bei der Ehe bleiben: Mit der Einführung der Gender-Ideologie ist der Staat sogar dabei, das Wesen des Menschen neu zu definieren. Wenn man heute behauptet, es gäbe nur Männer und Frauen – so wie es in der Bibel steht-, gilt man schon fast als Asozialer.

Das Signal, das der deutsche Staat mit der Einführung der „Ehe für alle“ aussendet ist eindeutig: „Wir (der Staat) besitzen die Deutungshoheit über die Institutionen, die zentral für eine Zivilisation sind. Nicht das Christentum und auch nicht die Kirchen!

Spaltung der Gesellschaft

Bischof Heinz Josef Algermissen von Fulda hat beim Eröffnungsgottesdienst des katholischen Kongresses „Freude am Glauben“ die „He für alle“ scharf kritisiert und erklärt: „Die Entscheidung der Abgeordneten führt zu einer Spaltung des Verständnisses von Ehe und zu deren schleichender rechtlicher Auflösung. Für die katholische Kirche ist eine solch fatale Änderung des allgemeinen Bewusstseins und Spaltung als Resultat der Bundestagsabstimmung grundsätzlich inakzeptabel. Da die gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaft aus sich heraus keine Kinder hervorbringen kann, wird durch diese Öffnung der „Ehe für alle“ eine tiefe Konfusion des Verständnisses von Ehe herbeigeführt.“

Dieser Vorwurf, die „Ehe für alle“ spalte die Gesellschaft, kommt dabei nicht von einem Bischof, der als besonders konservativ gilt und auf den Tisch haut, wenn es um gesellschaftspolitische Fehlentwicklungen geht.

Auch der katholische Publizist Andreas Püttmann, der keinesfalls verdächtigt ist, ein Konservativer oder ein Traditionalist zu sein, gab in der Zeitschrift „Idea-Spektrum“ zu bedenken, dass die „Ehe für alle“ die Gesellschaft polarisieren würde.

Und anders kann es nicht sein: Für einen wichtigen Teil der Gesellschaft ist es unzumutbar, dass der Begriff der Ehe in einem Hau-Ruck-Verfahren einfach umdefiniert wird. Die Entfremdung vieler mit dem deutschen Staat und mit dem politischen System kann mit solchen Entscheidungen nur wachsen.

Vor allem wenn man bedenkt, dass das deutsche politische System sehr stark auf Konsens aufgebaut ist. Die „Ehe für alle“ und die Form, wie sie durchgesetzt wurde, sind aber ein heftiger Stoß in die Magengrube vieler Menschen.

Christlich-Konservative werden politisch heimatlos

Die Abstimmung im Bundestag über die „Ehe für alle“ wurde möglich, weil Bundeskanzlerin Angela Merkel in einer öffentlichen Veranstaltung der Zeitschrift „Brigitte“ sich gegen Parteitagsbeschlüsse und sonstige Abmachungen zu diesem Thema hinweggesetzt hat.

Damit zerschnitt Merkel eine der letzten Verbindungen der Union zum sog. christlich-konservativen Milieu.

Hinzu kommt, dass ca. 25 Prozent der Abgeordneten der Union für die „Ehe für alle“ gestimmt haben. Das bedeutet, dass der Sinn für die wahre Ehe selbst bei den Abgeordneten schon stark erodiert war.

In den Tagen nach der Abstimmung haben namhafte CDU-Politiker versucht, den Schaden zu begrenzen. Insbesondere Volker Kauder versuchte, die Verantwortung ganz der SPD zuzuschieben.

Wird das ausreichen? Was haben christlich-konservative Bürger von der Union noch zu erwarten?

Eines steht jedenfalls fest: Für dieses Wähler-Milieu ist die Union kein Garant für die Erhaltung christlicher Werte und Prinzipien. Nur wenn die Konservativen bereit sind, einen innerparteilichen Kampf zu führen, können sie erwarten, etwas innerhalb der Partei zu bewegen. Im Grunde ist  die Union zu einer Plattform für Interessengruppen mutiert, die teils völlig konträre Ansichten vertreten, wie etwa die US-amerikanischen Republikaner oder die britischen Konservativen. Die Partei als solches vertritt keine geschlossene und in sich kohärente Weltanschauung - eine Christliche schon gar nicht.


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Heiko Maas schamloser LSBTQ-Lobbyismus

Bundesjustitminister Heiko Maas. Foto: J. V. Saidl
Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) ist in der Legislaturperiode 2013 - 2017 einer der größten Streiter für die Öffnung des Ehegesetzes für gleichgeschlechtliche Paare gewesen.

Die Tatsache, dass sein Amt als Bundesjustizminister zu einer gewissen Neutralität verpflichtet, hat ihn nicht im Geringsten interessiert.

Als Bundesminister ist er Teil der Exekutiven Gewalt und als solcher muss er das gesamte Volk vertreten und darf sich nicht von Parteiinteressen vereinnahmen lassen. Noch weniger darf er ein rabiater Verfechter von Partikularinteressen werden.

All das gilt für Herrn Maas nicht.

So hat er die Schirmherrschaft des diesjährigen „Christopher Street Day“ (eine Art Polit-Parade der Homo-Lobby) in Köln eröffnet. Bei seiner Eröffnungsrede am 7. Juli 2017 sagte er: „Es gibt in Deutschland in Zukunft keine Liebe erster und zweiter Klasse mehr“.

Offensichtlich wollte er sich von der versammelten Menge für seinen Einsatz für die sog. „Homo-Ehe“ feiern lassen.

Am selben Tag veröffentliche der Bundesjustizminister in der „Welt“ einen Beitrag, in welchem er erläutert, wieso er eine Grundgesetzänderung zwecks Einführung der „Homo-Ehe“ für überflüssig hält.

Der Autor Heiko Maas wird ausdrücklich als Bundesjustizminister bezeichnet. Er veröffentlicht sein Kommentar also nicht als Privatperson, die ihre politischen Meinungen erläutert.

Welche Glaubwürdigkeit kann ein solcher Minister haben? Wie kann der „normale“ Bürger davon ausgehen, dass Heiko Maas sein Amt nicht dazu verwendet, seine eigenen Ansichten zum Gesetz werden zu lassen?

In einem normalen Gerichtsprozess würde man ihm Befangenheit vorwerfen, sollte er als Richter fungieren.-

Doch in der heutigen deutschen Politik scheint alles möglich zu sein. Auch, dass ein Minister sein Amt dazu verwendet, Partikularinteressen zu vertreten.

Übrigens: Noch vor wenigen Jahren war das Bundesjustizministerium unter der Leitung von Heiko Maas der Ansicht, dass die Öffnung des Ehegesetzes DOCH eine Grundgesetzänderung benötigt.

Bis heute hielt Maas es nicht für nötig, seinen Gesinnungswandel zu erklären.

Kann sich die deutsche Justiz auf diese Weise in vertrauensvollen Händen befinden?

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Mittwoch, 5. Juli 2017

Grüne Jugend: Nach der „Ehe für alle“ muss der „Familienvertrag“ kommen

Man kann der „Grünen Jugend“, also der Nachwuchsorganisationen von „Bündnis 90/ Die Grünen“, nicht vorwerfen, sie würden die Zeit verplempern: Schon am Tag der Abstimmung im Bundestag zur sog. „Ehe für alle“ forderten sie, man müsse noch viel weiter gehen.

Ziel müsse nämlich der „Familienvertrag“ sein.

Die Vorstandmitglieder der „Grüne Jugend Thüringen“ sind der Auffassung, „dass alle Formen von Liebe die gleichen Rechte und die gleiche Anerkennung verdienen. Die klassische, romantische Zweierbeziehung zwischen einem Mann und einer Frau betrachten wir daher nur als eine von vielen möglichen Formen des Zusammenlebens.“ (Quelle: Thüringische Landeszeitung Online vom 30 Juni 2017)

Janine Schäfer, Bundessprecherin der „Grünen Jugend“, postete stolz in Twitter, dass der „Spiegel“ über ihre Forderung nach einem „Familienvertrag“ berichtet: „Bundesprecherin Janine Schäfer kann sich einen „Familienvertrag“ vorstellen, der Patchwork-Familien die Möglichkeit, gäbe >ihren Familien einen rechtlichen Rahmen zu geben – unabhängig vom konkreten Modell“. Das könnten Freunde sein, die gemeinsam Kinder aufziehen, ohne Liebesbeziehung. Oder Menschen, die „polyamour“ leben, also gleichzeitig mehrere Beziehungen führen.

Das Thema ist eigentlich gar nicht so neu. Am 13. Februar schrieben Gesine Agena (damals Bundesvorstand und Frauenpolitische Sprecherin der Grünen) und Sven Lehmann (NRW-Landesvorsitzender der Grünen) einen längeren Aufsatz in der „Frankfurter Rundschau zu dem Thema. Da heißt es: „Gerade in der Familienpolitik lohnt sich das Weiterdenken, auch für uns Grüne. Wir müssen – auch rechtlich – diejenigen Familien in den Fokus rücken, die bisher mangels Trauschein benachteiligt sind: Nicht-eheliche Lebensgemeinschaften mit Kindern, Ein-Eltern-, Adoptiv- oder Pflegefamilien, Regenbogen- und Patchwork-Familien oder familiäre Netzwerke, die über Generationengrenzen hinweg auch Menschen ohne verwandtschaftliche Bindung einschließen – all sie haben täglich mit Benachteiligungen zu kämpfen. Alleinerziehende und nicht-eheliche Lebensgemeinschaften mit Kindern machen inzwischen sogar über ein Viertel der Familien aus.“

Die Lösung für diese Partnerschaftsformen wäre der „Familienvertrag: „Ein Familienvertrag als neues familienrechtliches Institut neben Ehe und Eingetragener Lebenspartnerschaft würde selbstbestimmte Verhältnisse für Eltern und Kinder schaffen. Gerade wir Grüne müssen den Familienvertrag in den nächsten Jahren als Konzept weiterentwickeln, wenn es uns um Freiheit und selbstbestimmte Lebensformen geht.“

Wer lange genug die Debatte um das „Lebenspartnerschaftsgesetz“ und die „homo-Ehe“ verfolgt, ist nicht überrascht. Von vornherein ging es um viele mehr: Die komplette Zerstörung von Ehe und Familie.

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Katholisch in Zeiten der „Homo-Ehe“: Die Verteidigung der Sexualmoral war zu allen Zeiten schwer


Hl Agnes: Jungfrau und Märtyrin. Barberini, gemeinfrei Wikimedia Commons
Keuschheit und Reinheit: Wer diese Tugenden heutzutage verteidigt, kann nicht davon ausgehen, dass er viel Beifall ernten wird. Es werden sogar Gesetze erlassen, die genau das Gegenteil begünstigen: Die Unzucht. Und wer das kritisiert, gerät schnell in den Verdacht, "diskriminieren" zu wollen. Auch dagegen gibt es inzwischen Gesetze.

Wir leben sogar in einer Zeit, in der leider auch viele Kleriker schnell bereit sind, elementare Wahrheiten des katholischen Glaubens oder der katholischen Lehre über Bord zu werfen. Der Grund für diese bedauerliche Haltung ist nicht selten Furcht vor Spott oder gar aggressiver Ablehnung.

Selbst praktizierte Homosexualität als Sünde zu bezeichnen, fällt vielen schwer, denn sie fürchten, deshalb kritisiert zu werden.

Solche Kleriker (und Laien eigentlich auch) sollten zur Kenntnis nehmen, dass die Vereidigung der katholischen Sexualmoral in der Öffentlichkeit schon immer schwer gewesen ist. Fast zu allen Zeiten konnte man sicher sein, Spott oder gar Hass zu ernten.

Dennoch ist es unsere Pflicht, die Sexualmoral auch in der Öffentlichkeit zu verteidigen.

Es ist hilfreich, das Beispiel der Glaubenszeugen vor Augen zu haben.

Ein besonders erhebendes Beispiel ist das der heiligen Märtyrin Agnes von Rom (gest. etwa 250).

Das „ökumenische Heiligenlexikon“ berichtet über sie: „Der Werbung des Sohnes des Stadtpräfekten Symphronius trat die vornehme Römerin ablehnend gegenüber mit der Begründung, sie sei schon verlobt. Mehrfache Nachfrage des Jünglings beantwortete sie schließlich damit, ihr Verlobter sei Jesus Christus. Agnes wurde nun vor Gericht gestellt, aber alle Vorstellungen, Bitten und Drohungen des Richters konnten ihre Standhaftigkeit nicht erschüttern.“

Die heilige Agnes wollte also als Jungfrau leben. Dies wurde damals als unerträglich empfunden und man stellte sie sogar vor Gericht. Heute würde das so wohl nicht passieren, doch nicht selten werden heute Priester verdächtigt, Kriminelle zu sein, weil sie zölibatär leben. Während der sog. Debatte um die Missbrauchsfälle wurde in vielen Medien immer wieder mehr oder weniger offen behautet, Zölibat führe zu Pädophilie. Eine ähnliche Stimmung muss zu Lebzeiten der hl. Agnes geherrscht haben, damit man sie vor Gericht stellte. Das war ihr aber egal: Sie blieb standhaft, obwohl sie nur zwölf Jahre alt war.

Heutzutage würde man wohl kaum ein bekanntes zwölfjähriges Mädchen (Agnes stammte aus vornehmer Familie) vor Gericht stellen. Doch wenn ihr Entschluss öffentlich bekannt würde, müssten ihre Eltern befürchten, dass man ihnen religiösen Fanatismus vorwirft und ihnen das Sorgerecht entzieht. Zumindest würden einige Medien gegen die Eltern eine Schmutzkampagne beginnen.

Das Gericht verurteilte Agnes schließlich zur Prostitution. Heutzutage würde der mediale Aufschrei fordern, dass sich Agnes „emanzipiert“ und sich ihrer „sexuellen Selbstbestimmung“ bewusst wird. Nach dieser sollte sie alles mögliche ausprobieren müssen. Selbst Homosexualität dürfe sie praktizieren. Lediglich Enthaltsamkeit wäre ihr nicht erlaubt: Bekennt sie sich öffentlich zur Jungfräulichkeit, greift man sie weiter an, um sie schließlich ganz aus der Gesellschaft auszuschließen. Jedenfalls würde sie öffentlich hingerichtet werden.

Agnes wurde in ein Bordell geschickt. Was dort geschah: „Der Sohn des Präfekten suchte sie dann mit seinen Gesellen im Bordell auf, geblendet wichen sie zurück; er selbst fiel, vom bösen Geist erwürgt, tot um, als er Agnes berühren wollte. Durch ihr Gebet ins Leben zurückgerufen, ließ er sie als Zauberin denunzieren.“

Diese Passage ist aus verschiedenen Gründen bemerkenswert: Gott ließ zwar ein Wunder wirken, um ihre Tugend zu schützen. Gott aber beendete dadurch nicht ihre Verfolgung! Solange es Christen gibt, wird es Verfolgung geben. Gott schickt zwar Hilfe und Schutz, doch ganz werden die Verfolgungen niemals aufhören.

Auch Agnes wurde dann als Hexe denunziert. Heute gibt es einen langen Katalog von Anschuldigungen für diejenigen, die die katholische Sexualmoral verteidigen: Homophobie, Transphobie, Sexismus, Religiöser Fanatismus, Katholibanismus, Relidiotie usw.
Das Ergebnis einer solchen Denunziation wäre praktisch sicher: Die öffentliche Hinrichtung und die Isolation.

Die heilige Agnes sollte im Stadion des Domitian vor der großen Menge verbrannt werden. Man wollte also an ihr ein Beispiel statuieren, so, wie man es auch heute tun würde, wenn jemand beispielsweise die Homosexualität kritisiert. Doch Gott ließ das nicht zu und wirkte abermals ein Wunder: Die Flammen wichen zurück.

Schließlich wurde ihr die Kehle mit einem Schwert aufgeschnitten. Dieser Tod hat einen hohen symbolischen Wert, denn so wurden damals die Lämmer geschlachtet. Deshalb wird sie zusammen mit einem Lamm abgebildet. Das Lamm ist wiederum ein Symbol für demütige Hingabe: Agnes überließ sich dem göttlichen Willen.

Nach ihrem Tod wurde sie schnell berühmt und hoch verehrt. Auch darin ist sie ein Beispiel: Gott macht diejenigen berühmt, die den weltlichen Ruhm verachten.

Kleriker und eigentlich alle Christen dürfen das nicht vergessen: Verteidigt man die Sexuallehre der Kirche, darf man nicht damit rechnen, weltlich Ruhm zu ernten, sondern Verachtung und Spott. Für den wahren Ruhm wird aber Gott sorgen.